E-Commerce Stimmungsbarometer 2019



Sprachnavigation

Onlineshopping E-Commerce Stimmungsbarometer 2019

Publiziert am 05.11.2019 von Ricarda Raemy, Customer Insights Specialist, Post CH AG

Der Erfolg im aktuellen E-Commerce-Umfeld ist heute stark von einer fundierten strategischen Planung abhängig. Sie benötigen nicht nur Daten über Ihre Kunden, sondern auch Fakten und Erkenntnisse darüber, was sich Konsumentinnen und Konsumenten wünschen und vom Handel erwarten.

Im Rahmen des Schweizer E-Commerce Stimmungsbarometers werden jährlich über 10 000 Schweizerinnen und Schweizer zu ihrem Verhalten in Onlineshops befragt. Die gemeinsame Studie der HWZ und der Post zeigt, wie die Konsumentinnen und Konsumenten ticken.

Onlineshopping gehört zum Alltag, vieles wird im Ausland bestellt

In der Schweiz kaufen mehr als drei Viertel der Bevölkerung online ein. In welchem Land der Franken online ausgegeben wird, ist den Kundinnen und Kunden relativ egal: So haben über 70 Prozent der Befragten in den letzten 12 Monaten in deutschen Onlineshops eingekauft, 41 Prozent sogar in China. Dort sind die Produkte oft deutlich günstiger.

Der Einkauf im Ausland hat aber auch seine Tücken. Wird eine Bestellung im Ausland abgebrochen, sind daran primär die fehlende Versandmöglichkeit in die Schweiz und versteckte Kosten (z. B. Zoll und Lieferkosten) schuld.

Asiatische Marktplätze sind auf dem Vormarsch

Wenn man sich die Verteilung der Marktplätze in der Schweiz anschaut, liegt der Schweizer Marktplatz ricardo.ch in der Beliebtheit vorn, gefolgt von Amazon und Digitec Galaxus (67 Prozent). In der Reihenfolge deutlich dahinter tauchen Wish (40 Prozent) und AliExpress mit ihren Billigartikelangeboten auf.

Doch das Wachstum kommt aus dem Ausland, denn die asiatischen Marktplätze wachsen schneller. Der Trend ist auch beim Schweizer Stimmungsbarometer sichtbar: 2016 haben gerade mal 21 Prozent auf AliExpress eingekauft. 2019 waren dies bereits 14 Prozent mehr. Auf eBay wird dagegen im Jahresvergleich seltener eingekauft.

Abgeleitet aus der Entwicklung der vergangenen Jahre ergeben sich diese Erkenntnisse: Die Konsumentinnen und Konsumenten schätzen an Marktplätzen immer stärker kundenspezifische Angebote wie beispielsweise individuelle Produktvorschläge (30 Prozent 2016 zu 40 Prozent 2019).

Bewertungen und Kundenkommentare (57 Prozent 2016 zu 47 Prozent 2019) verlieren hingegen an Bedeutung. Dieser Vertrauensverlust könnte sich als Folge von Fake-Bewertungen erklären lassen.

Schweizer Onlineshopper brechen Bestellungen seltener ab

Onlineshopper kaufen nur dann, wenn sie ein gutes Gefühl haben. Über die Jahre haben Onlinehändler viele Hauptprobleme bei Kaufabbrüchen im Onlineshop gelöst. Schweizer Onlineshopper haben immer seltener Gründe, um Bestellungen im Internet abzubrechen. Die Benutzerfreundlichkeit (66 Prozent 2016 zu 53 Prozent 2019) stellt fast kein Hindernis beim Onlinekauf mehr dar.

Payment ist einer der wichtigsten Erfolgsfaktoren im E-Commerce. Beim letzten Schritt des Onlinekaufs ist eine zweckmässige Zahlungsabwicklung (87 Prozent) besonders wichtig. Hier sind vor allem die Rechnung und die Kreditkarte gefragt. Viele Onlinekäufe werden abgebrochen, weil Kundinnen und Kunden ihre bevorzugte Zahlungsmethode nicht finden. Hier zahlt sich insbesondere ein Mix an Zahlungsmitteln aus.

Mobiles Bezahlen wächst, TWINT hat die Nase vorn

23 Prozent der Schweizer bevorzugen bereits die Zahlung mit dem Smartphone, 2016 waren es lediglich 6 Prozent. Dies geht zulasten der Rechnung. Die Bezahlung mit TWINT wird immer beliebter und wird von 17 Prozent der Shopper bevorzugt. Zur Beliebtheit trägt sicherlich bei, dass keine Kreditkarte benötigt wird.

Transparenz vor Geschwindigkeit

Wenn die Sendung auf dem Weg ist, sind vor allem die Sendungsverfolgung (76 Prozent) und die Vorankündigung der Sendung (74 Prozent) für die Schweizer Konsumentinnen und Konsumenten sehr wichtig. Die Zustellung am gleichen Tag wird eher als weniger relevant eingestuft, denn nur 14 Prozent wünschen sich diese. Bei der Gruppe der unter 24-Jährigen liegt der Anteil bei 22 Prozent.

Weitere und detailliertere Ergebnisse finden Sie unter www.post.ch/digital-commerce/studien.

Schweizer E-Commerce Stimmungsbarometer 2019

Die B2C-Studie wurde in Zusammenarbeit mit dem Institute for Digital Business der HWZ Hochschule für Wirtschaft Zürich und der Schweizerischen Post durchgeführt. Ziel der Studie ist, die Stimmung und das Verhalten von Kunden im Schweizer E-Commerce-Markt zu erfassen und zu analysieren. Als Forschungsansatz wurde eine quantitative empirische Studie gewählt, die Befragung wurde mittels eines Onlinefragebogens erhoben und fand im Juni 2019 statt. Nach der Bereinigung betrug das Sample 14 326 Teilnehmende.

Interessant

Ricarda Raemy, Customer Insights Specialist, Post CH AG

Ricarda Raemy ist Marktforscherin, Design Thinker und Customer-Experience-Managerin bei der Schweizerischen Post.

((commentsAmount)) Kommentare

Bei der Anfrage ist ein Fehler aufgetreten.
  • (( comment.firstname )) (( comment.lastname )) (( comment.published )) (( comment.content ))

Kontaktieren Sie uns

Sie haben Fragen an unsere Experten oder benötigen Beratung? Wir sind für Sie da!

Zum Kontakt