Rivella zeigt, wie KI Marken verjüngen und den Abverkauf steigern kann

Beleuchteter SCORE! Schriftzug auf der Bühne

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Marketing und KI Rivella zeigt, wie KI Marken verjüngen und den Abverkauf steigern kann

30.06.2026  |  Yannick Küffer, Digital Commerce Consultant, Post CH AG

Wie erreicht eine Traditionsmarke junge Zielgruppen und steigert gleichzeitig den Absatz? Niels Niemann von Rivella und Nico Bellabarba von Headstart Collective zeigen anhand der Kampagne «rivella gönnt», wie KI, datengetriebenes Testing und kreative Inhalte Markenrelevanz und Performance verbinden.

Die Anforderungen an Markenkommunikation steigen kontinuierlich. Aufmerksamkeit ist knapp, Zielgruppen bewegen sich auf immer mehr Plattformen und Inhalte müssen schneller produziert werden als je zuvor. Gleichzeitig steigt der Druck, Kampagnen nicht nur kreativ, sondern auch messbar erfolgreich umzusetzen.

Genau vor dieser Ausgangslage stand Rivella. Die Herbstkampagne 2025 sollte einerseits die Marke bei jüngeren Konsumentinnen und Konsumenten stärken, andererseits den Absatz im Handel nachweislich steigern.

Vom klassischen Markenmarketing zum Performance-Denken

Für Nico Bellabarba beginnt erfolgreiche Markenkommunikation heute nicht mehr bei der einzelnen Kampagne, sondern bei einem systematischen Lernprozess. Statt auf einen einzigen Hero-Spot zu setzen, werden unterschiedliche Creatives entwickelt, getestet und kontinuierlich optimiert.

Dieser Ansatz stammt ursprünglich aus dem E-Commerce und dem Performance Marketing. Zunehmend hält er aber auch Einzug in die klassische Markenkommunikation. Denn je genauer Unternehmen verstehen, welche Inhalte Aufmerksamkeit erzeugen und welche Botschaften tatsächlich wirken, desto effizienter können Budgets eingesetzt werden.
Gerade bei einer etablierten Marke wie Rivella eröffnet dieser Ansatz neue Möglichkeiten, unterschiedliche Zielgruppen gezielt anzusprechen.

KI verändert die Produktion von Werbeinhalten

Ein zentraler Bestandteil der Kampagne war der Einsatz von künstlicher Intelligenz. Die Technologie wurde dabei nicht als Selbstzweck eingesetzt, sondern als Werkzeug zur Beschleunigung kreativer Prozesse.

Durch den Einsatz von KI konnten Inhalte schneller produziert, Varianten effizienter getestet und neue kreative Ansätze entwickelt werden. Dadurch entstand eine deutlich höhere Produktionsgeschwindigkeit als bei klassischen Kampagnenprozessen.

Für Marketingteams bedeutet dies einen grundlegenden Wandel: Statt einzelne Werbemittel aufwendig zu perfektionieren, können heute zahlreiche Varianten entwickelt und datenbasiert weiterentwickelt werden.

Relevanz entsteht durch Testing

Ein wichtiger Erfolgsfaktor der Kampagne war das konsequente Testen unterschiedlicher Inhalte. Welche Botschaften funktionieren? Welche Bildwelten erzeugen Aufmerksamkeit? Welche Formate führen zu Interaktionen?

Anstatt diese Fragen im Vorfeld zu beantworten, wurden sie durch laufende Tests direkt im Markt validiert.

Dieses Vorgehen reduziert Unsicherheiten und schafft eine fundierte Grundlage für kreative Entscheidungen. Gleichzeitig wird Marketing messbarer – ein Aspekt, der insbesondere bei Kampagnen mit klaren Geschäftszielen zunehmend an Bedeutung gewinnt.

Was andere Unternehmen daraus lernen können

Die Kampagne zeigt exemplarisch, wie sich die Grenzen zwischen Markenführung und Performance Marketing zunehmend auflösen. Reichweite allein genügt nicht mehr. Gleichzeitig reicht reine Performance-Optimierung nicht aus, um langfristige Markenpräferenzen aufzubauen.

Erfolgreiche Unternehmen schaffen die Verbindung beider Welten. Sie nutzen Daten, um bessere Entscheidungen zu treffen, und setzen Kreativität gezielt dort ein, wo sie den grössten Effekt erzielt.

Fazit

Die Kampagne «rivella gönnt» zeigt, wie moderne Markenführung heute funktionieren kann. Durch die Verbindung von KI-gestützter Content-Produktion, datengetriebenem Testing und einer klaren Performance-Orientierung gelang es Rivella, sowohl die Markenrelevanz bei jungen Zielgruppen zu stärken als auch den Abverkauf gezielt zu unterstützen. Ein Beispiel dafür, wie Technologie und Kreativität gemeinsam Wirkung entfalten können.

Yannick Küffer

Yannick ist Digital Commerce Consultant bei der Schweizerischen Post. In dieser Funktion unterstützt er Händlerkunden in der Weiterentwicklung ihres digitalen Reifegrads. Dabei liefert er strategische Beratung hinsichtlich der Digitalisierung bis hin zur Lösungskonzeption.

Portrait Yannick Kueffer

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