SCORE! Schriftzug schwebt im Scheinwerferlicht über der Bühne
SCORE! 2026 – ein erster Vorgeschmack auf die Masterclasses Nachgefragt bei Alexander Sutter und Christoph Gfeller
Am 20. Mai 2026 versammelt sich die Spitzenklasse des Onlinehandels und der Retail-Branche erneut in der StageOne in Zürich-Oerlikon zur fünften Ausgabe der SCORE!. Wie bereits in den vergangenen Jahren laden Post und PostFinance zu exklusiven Masterclasses ein. In unserer Interviewreihe geben wir spannende Einblicke in das Programm, das euch erwartet.
Die kommende Veranstaltung bietet den Teilnehmenden ein abwechslungsreiches und hochkarätiges Programm. Zu den Speakern zählen unter anderen Alexander Sutter, CEO und Co-Founder der Marko Switzerland AG, und Christoph Gfeller, Geschäftsentwicklung Kreislaufwirtschaft, Post CH AG.
In ihrer Session «Erfolgsgeschichte marko.ch – dank Post Easy Shipping» zeigen Alexander und Christoph, wie sich eine innovative Social-Commerce-Idee gemeinsam mit starken Partnern erfolgreich am Markt etablieren lässt.
Im Vorfeld haben wir mit ihnen gesprochen, um euch exklusive Einblicke in ihre Masterclass zu geben und zu erfahren, worauf sie sich bei der SCORE! am meisten freuen.
Marko.ch richtet sich konsequent an die Gen Z. Warum war euch von Anfang an klar, dass Logistik ein zentraler Bestandteil des Nutzererlebnisses sein muss − und kein reines Backend-Thema?
Alexander: Weil die «Daseinsberechtigung» von marko im Kern darin besteht, den Transaktionsprozess von A bis Z so einfach und bequem wie möglich zu gestalten – und da ist die Logistik zentral. In der Vergangenheit war im C2C vor allem die physische Übergabe der Artikel mit Zeit und Aufwand verbunden, und genau das galt es mit marko für unsere Nutzer zu minimieren.
Easy Shipping wurde bereits vor dem offiziellen Launch mit marko.ch gemeinsam entwickelt. Was war aus Sicht der Post der Schlüssel, um so früh und so eng in die Produktentwicklung einzusteigen?
Christoph: Um in der Marktplatzentwicklung eine Chance zu haben, braucht es Convenience beim Endkunden. Als marko zu uns kam und den Business Case präsentierte, klang das von der ersten Minute an sehr überzeugend. Wir sind ein Risiko eingegangen, haben aber zusammen mit marko an das Konzept geglaubt und sind so gut wie möglich auf ihre Wünsche eingegangen.
Secondhand ist oft mit Hürden verbunden. Welche konkreten Pain Points konntet ihr durch Easy Shipping im An- und Verkaufsprozess eliminieren?
Alexander: Unser Ziel war es, das unsere Nutzer zum Versenden der Artikel ihr Haus nicht verlassen müssen – und das haben wir zusammen mit der Post erreicht. Das fängt mit dem «Easy Shipping»-Brief an, der eine physische Klebeetikette und eine marko-Lasche enthält. Da viele junge Leute keinen Drucker mehr zu Hause haben, bringt ihnen die klassische digitale Etikette via PDF nichts. Und wenn das Paket versandbereit ist, kann man es einfach im Milchkasten deponieren und mit der marko-Lasche den Postboten signalisieren, dass sie es mitnehmen können. Somit ist man selbst auch maximal flexibel und muss nicht zu einem spezifischen Zeitpunkt zu Hause auf die Abholung warten.
Easy Shipping wird laufend weiterentwickelt. Wie stellt ihr sicher, dass sich der Service an den sich verändernden Bedürfnissen einer jungen, digitalen Zielgruppe orientiert?
Christoph: Indem wir uns zusammen mit marko in die Zielgruppe reinversetzen. Wie konsumiert die Gen Z heute Medien? Wie und wo kauft sie mit welchen Hilfsmitteln ein, was braucht sie nicht mehr, was vielleicht für ältere Leute wichtig ist? Du musst den Endkunden verstehen und danach handeln.
Mit über 300 000 Usern und Hunderttausenden Artikeln nach kurzer Zeit: Welche Rolle spielt das einfache und sichere Logistik-Setup für euer Wachstum und die Wiederkaufrate?
Alexander: Ich glaube, dass es essenziell zu unserem Wachstum beigetragen hat. Wer einmal mit Easy Shipping verkauft hat, merkt, wie einfach der Prozess ist, und inseriert schnell weitere Artikel. Und die Zahlen sprechen für sich – Nutzer können auch andere Versandarten wählen, trotzdem entscheiden sich über 90 Prozent aller Verkäufer für Easy Shipping.
Aus Sicht der Kreislaufwirtschaft: Warum sind Plattformen wie marko.ch und Partnerschaften wie diese entscheidend, um nachhaltige Geschäftsmodelle langfristig skalierbar zu machen?
Christoph: Eine kürzlich durch uns durchgeführte Marktstudie zeigt, dass bereits rund 75 Prozent der Schweizer Bevölkerung über Secondhandplattformen einkaufen. Die Anzahl der Einkäufe ist immer noch sehr gering. In Frankreich ist eine Secondhandplattform bereits zum grössten Modehändler aufgestiegen. Wir sind überzeugt, dass im Secondhand- oder Re-Commerce-Bereich grosses Potenzial liegt. Einerseits aus Sicht der Nachhaltigkeit, aber auch aus Sicht der Endkunden, die möglichst ohne Aufwand Services wünschen, die ein schnelles Kaufen und Verkaufen beinhalten. Wir als Post glauben an solche Geschäftsmodelle und auch daran, dass sie sich in den nächsten Jahren noch weiter positiv entwickeln werden.
Nun noch zwei Fragen zur SCORE! − wie habt ihr die Konferenz bis anhin wahrgenommen?
Alexander: Es ist erst mein zweites Jahr an der SCORE!, aber ich freue mich auf die interessanten Präsentationen und bekannten Gesichter!
Christoph: Die SCORE! ist immer top durchorgansiert. Ich finde es verblüffend, wie es immer wieder gelingt, die ganzen E-Commerce-Händler und ihr ganzes Ökosystem an einem Tag zu vereinen und voneinander zu lernen. Schön ist auch, dass Marktplätze, wie bspw. marko, auch einen fixen Platz an der SCORE! erhalten.
Auf was freut ihr euch am meisten am 20. Mai 2026?
Alexander: Zusammen mit Chris einen Einblick in unser gemeinsames, bald dreijähriges Projekt zu geben. Und nachdem marko letztes Jahr den Digital Commerce Award für Startups gewonnen hat, bin ich gespannt darauf, welches Startup dieses Jahr ausgezeichnet wird.
Christoph: Natürlich auf unsere Breakout Session und die kritischen Stimmen. Wir wollen ja auch lernen und uns verbessern!
Bist du auch dabei? Dann sichere dir gleich ein Ticket:
Du möchtest mehr zum Programm der Masterclasses erfahren?