Mann in Anzug hält virtuelles Gutzeichen in der Hand
GS1-Whitepaper Erfolgsfaktor Produktinformationen
Gute Produktdaten entscheiden im E-Commerce über Kauf oder Absprung. Das GS1-Whitepaper zeigt, wie Händler mit einem strukturierten PIM-System Fehler vermeiden, Prozesse automatisieren und ihre Produktpräsentation für die Kundschaft optimieren – ein Muss für zukunftsfähigen Onlinehandel.
Produktinformationen als Erfolgsfaktor im E-Commerce – ein Leitfaden der GS1-Arbeitsgruppe
Im Onlinehandel entscheidet die Qualität von Produktinformationen darüber, ob ein Artikel gekauft wird – oder nicht. Falsche Bilder, unvollständige Beschreibungen oder uneinheitliche Daten führen zu Retouren, Kundenfrust und zusätzlichem Aufwand im Kundenservice. Genau hier setzt das neue Whitepaper «PIM im Onlinehandel» von GS1 Switzerland an: Es liefert praxisnahe Empfehlungen, wie Händler ihre Produktdaten effizient und standardisiert verwalten und austauschen können.
Einheitliche Daten als Grundlage für digitale Verkaufsprozesse
Für Onlinehändler ist das systematische Management von Produktinformationen längst eine betriebliche Notwendigkeit. Das Whitepaper zeigt: Nur mit einer durchgängigen Datenstruktur – von der Artikelnummer bis zur Produktabbildung – lassen sich skalierbare Prozesse aufbauen, Listungen beschleunigen und Schnittstellen zu Marktplätzen oder Lieferanten automatisiert bespielen. Somit ist klar: Gute Produktdaten sind ein Erfolgsfaktor für Onlinehändler und werden künftig noch geschäftskritischer, als sie es bereits heute schon sind.
Mögliche Fehler und Probleme mit Produktdaten können bereits sehr früh in der Lieferkette entstehen – etwa durch unvollständige Informationen seitens der Lieferanten oder eine fehlende Unterscheidung zwischen Stammdaten und verkaufsrelevanten Zusatzinformationen. Hier hilft der strukturierte Aufbau eines PIM-Systems, wie ihn das Whitepaper empfiehlt.
Was Onlinehändler konkret beachten sollten
Das Dokument unterscheidet klar zwischen verschiedenen Datenarten:
- Stammdaten, wie Produktname, GTIN oder Herstellerangaben
- Logistikdaten, zum Beispiel Versandmasse oder Lagerorte
- Preisinformationen, inklusive Staffel- und Sonderpreise
- Attributdaten, etwa Farbe, Material, Grösse oder Energieversorgung
- Multimediale Inhalte, von Produktbildern über Videos bis zu Datenblättern
Für Händler besonders wichtig: Die Trennung zwischen Daten, die für interne Prozesse (z. B. Lagerverwaltung) notwendig sind, und solchen, die direkt im Webshop oder auf Marktplätzen sichtbar werden. Gerade in dieser zweiten Kategorie entsteht ein direkter Einfluss auf Conversion, SEO und Kundenzufriedenheit.
Datenqualität beginnt beim Lieferanten
Viele Händler investieren Zeit und Ressourcen, um fehlerhafte oder unvollständige Daten ihrer Lieferanten zu korrigieren. Das Whitepaper zeigt Wege auf, wie dieser Aufwand reduziert werden kann: durch die Nutzung etablierter Standards (z. B. GDSN, GPC usw.) und klar definierter Attribute, die sortimentsübergreifend anwendbar sind.
So lassen sich zum Beispiel Materialien, Masse oder Farbvarianten systematisch erfassen – und automatisiert in Shop-Systeme oder Marktplatz-Feeds überführen. Ein Mehrwert, der nicht nur intern Zeit spart, sondern auch die Auffindbarkeit und Vergleichbarkeit von Produkten für Kundinnen und Kunden verbessert.
Praktisch: sortimentsübergreifende Merkmale nutzen
Im Whitepaper findet sich eine Liste an Attributen, die besonders für Non-Food-Sortimente relevant sind – von Steckertypen bis hin zum Lieferumfang. Für Onlinehändler ist dies eine wertvolle Orientierung, um zu entscheiden, welche Daten unbedingt erfasst werden sollten – und wie diese möglichst früh im Prozess zur Verfügung stehen.
Ein Beispiel aus der Praxis: Wer Produkte mit technischen Spezifikationen vertreibt (z. B. Elektroartikel oder Küchenzubehör), kann über standardisierte Attribute wie «Energieversorgung» oder «Hauptmaterial» die Vergleichbarkeit im Shop erhöhen – und gleichzeitig Filterfunktionen oder Variantenmanagement effizienter gestalten.
Ein Blick nach vorn: DPP und Nachhaltigkeitsanforderungen
Zunehmend relevant für Onlinehändler wird der digitale Produktpass (DPP), der gemäss dem Whitepaper künftig regulatorisch gefordert wird. Dieser Pass bündelt produktspezifische Informationen zur Nachhaltigkeit – etwa zur Wiederverwertbarkeit oder zum CO₂-Fussabdruck. Wer heute schon strukturierte PIM-Daten aufbaut, schafft die Grundlage, um solche Anforderungen ohne grossen Zusatzaufwand zu erfüllen.
Hinweis: In Kürze werden wir auf unserem Blog einen Beitrag zum Digitalen Produktpass und dessen Bedeutung für den Onlinehandel publizieren. Abonnieren Sie unsere E-Commerce-Newsletter, um keine Beiträge zu verpassen.
Fazit: ein Werkzeug für mehr Effizienz im digitalen Alltag
Für Onlinehändler, die mit wachsender Sortimentsbreite, Multichannel-Vertrieb und steigenden Kundenerwartungen konfrontiert sind, liefert das GS1-Whitepaper eine fundierte und praxistaugliche Orientierung. Es zeigt auf, wie sich durch saubere Datenstrukturen nicht nur Prozesse vereinfachen lassen – sondern auch das Einkaufserlebnis der Kundschaft gezielt verbessert werden kann.
Der klare Appell an Händler: Wer seine PIM-Prozesse heute konsequent aufsetzt, spart morgen Zeit, senkt Fehlerquoten – und schafft die Grundlage für zukunftsfähigen, skalierbaren Onlinehandel.