Blockchain im Handel



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Digitale Transformation Blockchain im Handel

Publiziert am 12.01.2021 von Tatjana Meier, Blockchain Practice Leader, IBM Services Switzerland

2020 war geprägt durch einen erhöhten Druck auf den Handel, Kosten zu reduzieren und die Prozesse effizienter zu gestalten. Dies bei gleichzeitig steigenden Kundenanforderungen, transparenter und nachhaltiger zu agieren. Digitalisierung kann bei der Bewältigung dieser Herausforderungen unterstützen.

Die Pandemie hat viele Unternehmen dazu gezwungen, ihr Geschäftsmodell zu überdenken, ihre digitale Transformation zu beschleunigen und Programme zur Verbesserung der Effizienz und Produktivität zu starten. Nur so können sie im Markt weiterhin agil und wettbewerbsfähig auftreten.

Intelligentere Arbeitsabläufe bzw. «intelligent workflows» helfen Unternehmen durch den Einsatz neuer Technologien wie KI, IoT, Blockchain und Automatisierung, intern und extern die Arbeitsweise zu transformieren und gleichzeitig Mehrwert für ihre Kundinnen und Kunden zu generieren.

Nehmen wir das konkrete Beispiel der von IBM entwickelten IBM Food-Trust-Lösung im Lebensmittelbereich:

Die auf der Blockchaintechnologie basierende Lösung ermöglicht eine transparentere Rückverfolgung der Lebensmittel vom Landwirt bis zum Endverbraucher. Eine Transparenz, die von Verbrauchern mehr und mehr erwartet wird. Sie wollen sehr genau wissen, wie nachhaltig ihre Ware produziert und transportiert wurde.

Blockchain ist hierbei der Schlüssel, um die Wertschöpfung von Nachhaltigkeit transparent nachzuweisen.

Die transparentere Rückverfolgung der Lebensmittel bringt auch den teilnehmenden Unternehmen viele Vorteile. Verdorbene Lebensmittel können durch ein schnelleres Reagieren auf Rückrufe effektiver und gezielter aus dem Verkehr genommen werden. Ein Prozess, der ohne Blockchain nach wie vor oftmals stark papierlastig, manuell und aufwändig ist.

Neben der Blockchaintechnologie helfen auch andere neue Technologien dabei, Prozesse effizienter zu gestalten und zu automatisieren.

IoT-Geräte können dabei helfen, Daten fälschungssicher direkt in die Blockchain einzuspeisen. So kann sichergestellt werden, dass z. B. beim Transport von verderblicher Ware die geforderte Temperatur in der Kühlkette lückenlos eingehalten wurde. Bei Nichteinhaltung können dann entsprechende Massnahmen ergriffen werden. Prozesse können aufgrund von smart contracts (oder einfach gesagt digitalen Verträgen) automatisiert abgewickelt werden, was die Geschwindigkeit und die Qualität der Prozesse erhöht.

Das Potenzial der mit den neuen Technologien gewonnenen Daten und Einblicke kann mithilfe von Analytics und künstlicher Intelligenz für die Beurteilung des bestehenden Geschäftsmodells, aber auch für die Ausgestaltung der zukünftigen Unternehmensstrategie, genutzt werden.

Obwohl die digitale Transformation schon länger Teil der Agenda jedes Unternehmens ist, hat die aktuelle Situation gezeigt, dass viele Unternehmen noch nicht dort sind, wo sie sein sollten, um auch zukünftig im Markt relevant zu sein.

Tatjana Meier, Blockchain Practice Leader, IBM Services Switzerland

Tatjana Meier hat 20 Jahre Berufserfahrung in verschiedenen Industrien in der Beratung. Sie leitet die Blockchain Practice bei IBM Services Schweiz und ist auf europäischer Ebene bei IBM für die Konsumgüterindustrie im Food-Trust-Bereich tätig. Tatjana hat BWL studiert und ist eine zertifizierte Lean Six Sigma Black.

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