Vorbereitung auf Singles Day & Co



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Shopping-Events Vorbereitung auf Singles Day & Co

Publiziert am 10.09.2019 von Stephan Lamprecht, Journalist

Singles Day, Cyber Monday oder der Black Friday: Das Jahr bietet Online-Händlern inzwischen eine ganze Reihe von Grossereignissen. Die Kunden freuen sich auf Schnäppchen, der Handel auf Umsatzsprünge. Vorbereitung ist alles.

Alljährlich vermeldet der chinesische Handelsriese Alibaba am Singles Day (11.11.) neue Umsatzrekorde. An diesem Tag wird in China ordentlich (nicht nur) von Singles gefeiert und eingekauft. Und die mediale Begeisterung rund um das Mega-Shopping-Event lässt sich auch von Händlern aus der Schweiz nutzen. Und wenn es nicht am Singles Day ist, dann zum Black Friday (der Freitag nach dem Thanksgiving-Fest). Im Bewusstsein der Verbraucher manifestieren sich dieser Event langsam als feste Grössen, um preiswert einzukaufen.

Shopsystem und Prozesse optimieren

Wenn Sie Ereignisse mit globaler Bedeutung für Ihr Marketing einsetzen wollen, muss die Basis stimmen. Die Kunden werden einem Händler (dauerhaft) den Rücken kehren, wenn dessen Shop nicht erreichbar ist, oder zu langsam reagiert. Deswegen ist ein Lasttest unverzichtbar, um zu überprüfen, ob die technische Infrastruktur auch dem Ansturm gewachsen ist. Sinnvoll ist es, sich beim Zugangsprovider zu erkundigen, ob die Option besteht, kurzfristig weitere Ressourcen zu schaffen.

Die Überprüfung der technischen Basis umfasst auch alle weiteren Prozesse im Backend. Die Frage lautet, ob schnelle Kommissionierung und Lieferung auch dann gewährleistet sind, wenn sich die Zahl der Bestellungen verdoppelt oder gar noch höher ausfällt?

Lieferfähigkeit prüfen

Nichts wäre ärgerlicher und peinlicher, als ausgerechnet an einem Schnäppchentag in eine Out-of-Stock-Situation zu geraten. Die Möglichkeit, sich rechtzeitig höhere Stückzahlen bei Lieferanten sichern zu können, ist nur die eine Seite der Medaille. Das Warenwirtschaftssystem und Konnektoren zu Marktplätzen und Onlineshop müssen möglichst in Echtzeit den Bestand eines Produkts überwachen. Nur so kann Lieferfähigkeit garantiert werden oder ein Artikel rechtzeitig deaktiviert werden.

Marketing ausrichten

Kalkulieren und schnüren Sie rechtzeitig Angebote und Aktionen rund um das Ereignis. Setzen Sie E-Mail-Kampagnen an Bestandskunden auf und versenden Sie Rabattcodes. Sofern Sie Preisvergleichsmaschinen nutzen, und Anzeigen bei Suchmaschinen belegen, beginnen Sie frühzeitig mit der Vorbereitung der Kampagnen. Das Interesse an «Black Friday» und «Singles Day» beginnt bei den Konsumenten etwa vier Wochen vorher. In dieser Zeit erscheinen auch die ersten Medienberichte. In den nachfolgenden Wochen wächst das Interesse weiter an.

Etwa eine Woche vor dem eigentlichen Ereignis könnten Sie im Shop bereits auf die Sonderangebote hinweisen. Achten Sie in dieser Zeit besonders auf die Klickzahlen im Shop, um herauszufinden, ob die Strategie, die Sie sich überlegt haben, auch funktioniert.

Wichtig dabei: Halten Sie Aktionen möglichst einfach. Sie sind nicht der einzige Anbieter, der mit Rabatten und Schnäppchen wirbt. Bieten Sie einen direkten Weg zum Sonderangebot, keine komplizierten Rabatte oder Bundles.

Die Verkaufszahlen in den ersten Tagen vor dem eigentlichen Event geben eine erste Richtung vor, welche Produkte besonders nachgefragt sein werden. Werten Sie die Zahlen aus und reservieren Sie entsprechende Mengen.

Wie immer im Leben: Vorbereitung ist alles, auch am Singles Day.

Stephan Lamprecht, Journalist

Stephan Lamprecht begleitet seit zwei Jahrzehnten als Journalist und Berater das E-Commerce-Geschehen in Deutschland, Österreich und der Schweiz.

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