Das Phänomen Ship from Store



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Logistik Das Phänomen Ship from Store

Publiziert am 13.11.2019 von Markus Peter, Business Consultant, PostLogistics

Ship from Store wird in der Logistik des Handels immer beliebter, weil das Konzept dabei hilft, Aufträge schneller abzuwickeln. Ziel ist es dabei, die Lieferkosten zu optimieren und den Kunden schnell und zuverlässig zu beliefern. Die Bestellungen können hier aus einem beliebigen Kanal stammen.

Das Angebot in Läden und Onlineshops ist oft austauschbar. Da definieren sich die Konkurrenten zum grossen Teil lediglich über den Preis. Fraglich, ob dies die Kunden auf die Dauer bei der Stange hält, denn Rabatte und Tiefstpreisangebote haben in der Vergangenheit wenig zur Kundentreue beigetragen. Ein Differenzierungsmerkmal zwischen Händlern kann das Fulfilment sein, denn Kunden schätzen eine schnelle und zuverlässige Lieferung. Und wie Studien zeigen, führt eine schnelle Lieferung auch zu weniger Retouren.

Ship from Store bietet dem Handel eine Möglichkeit, ein bestehendes Filialnetz besser zu nutzen und auszulasten. Den Kunden bietet sich der Vorteil, dass die Waren schneller bei ihnen eintreffen. Die Einhaltung des Lieferversprechens über diesen Weg schafft für den Händler zwar Komplexität, kann sich aber lohnen.

Was genau bedeutet Versand ab Laden?

Die schnelllebige Handelsumgebung erfordert Schnelligkeit, Agilität und Flexibilität. Das Ship-from-Store-Modell ermöglicht es dem stationären Handel, die Zentrallogistik zu unterstützen, schnelle Lieferservices anzubieten und gleichzeitig die Bestände in den Filialnetzen effizienter zu nutzen.

Hier verschmelzen die Linien zwischen digitaler und physischer Welt zu einer einzigen. Der Filialbestand wird zur Erfüllung der Käufe vor Ort und den Onlinebestellungen genutzt. Durch die Umwandlung der Filialen in Minilager können Händler die Verfügbarkeit ihrer Waren verbessern. Denn wo auswärtige Lagerhäuser Schwierigkeiten haben, eine einstündige Lieferfrist einzuhalten, sind Filialen einzigartig gut positioniert und flexibel genug, die Bestellungen termingerecht auszuliefern.

Ship from Store ist ein Konversionsbooster

Die Kunden von heute sind ungeduldig. Ist etwas nicht verfügbar oder kann in der geforderten Zeit nicht geliefert werden, wechseln sie zu einem Anbieter, der ihre Wünsche erfüllen kann. Ship from Store kann dieses Problem lösen. Viele Waren sind oft in den Filialen auf Lager und können von dort schnell ausgeliefert werden.
Ein positiver Effekt dieses Ansatzes besteht in der Optimierung des Warenbestands. Die Nutzung der Warenbestände für die Auslieferung von Onlinebestellungen verbessert die Bestandsabdeckung, insbesondere bei Filialgeschäften, die in unmittelbarer Nähe zueinander liegen.

Optimierung der Versandkosten

Die Kosten für den lokalen Transport sind geringer, so dass diese unter Umständen an die Verbraucher weitergegeben werden können. Hyperlokale Lieferungen bieten erhebliche Einsparungen, denn die Bestände müssen nicht zuerst aus den Filialen an ein Zentrallager transportiert werden, bevor sie auf den Weg zum Kunden gehen. Filialen werden somit zu einer virtuellen Distributionsdrehscheibe.

Der Tod des stationären Handels

Ship-from-Store-Praktiken können eine Schlüsseltaktik sein, um den Rückgang, den viele physische Einzelhandelsgeschäfte in den letzten Jahrzehnten erlebt haben, zu stoppen und vielleicht sogar umzukehren.

Versand und Fulfilment werden entscheidende Elemente sein, die darüber entscheiden, ob der stationäre Handel sich gegenüber dem Onlinehandel behaupten kann.

Der beste Weg, sich auf Veränderungen vorzubereiten, ist, sich einen Logistikpartner zu sichern, dem man vertrauen kann und der Erfahrung auf der letzten Meile mitbringt.

Interessant

Mehr über die Wünsche der Kunden erfahren Sie in der Studie «E-Commerce Stimmungsbarometer»

Markus Peter, Business Consultant, PostLogistics

Markus Peter arbeitet als Business Consultant Digital Commerce im Competence Center Digital Commerce bei der Schweizerischen Post. Zudem ist er als Dozent bei verschiedenen Fachhochschulen tätig.

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